@RonjaRĂ€ubertochter:
Wenn man zu Zielen fliegt, die auĂerhalb des "Schengen-Gebiets" liegen (also nicht in einem der Unterzeichnerstaaten), muĂ man sich beim BGS vorstellen und offiziell ausreisen. Dabei sind auch die Einreisebestimmungen der BestimmungslĂ€nder zu beachten, z.B. evtl. mind. 6 Monate Restlaufzeit des Reisepasses etc. Bei Schengen-Zielen ist dies alles nicht notwendig.
Das Sauerstoffsystem im Cockpit ist unabhÀngig von dem in der Kabine und wird aus DruckbehÀltern versorgt.
Man prĂŒft den Druck, die drei Betriebsmodi der Maske (O2-Luft-Gemisch, 100% O2, Emergency Flow) und das Mikrofon in der Maske (fĂŒr den Funk). Bei dem Test kann die Maske in ihrem BehĂ€ltnis verbleiben.
In der Regel wird gemeinsam entschieden wer PF und PNF ist.
Ausnahmen gibt es bei speziellen FlughĂ€fen, wo vorgeschrieben ist, daĂ der CPT PF sein muĂ und bei Low-Visibility-AnflĂŒgen, die ebenfalls vom CPT als PF durchgefĂŒhrt werden mĂŒssen. Das hat aber nichts mit Können oder Erfahrung zu tun, sondern ist eher eine rechtliche Geschichte.
Theoretisch kann der CPT sich fĂŒr alle 4 FlĂŒge zum PF machen, da hat allerdings die Firma etwas dagegen.
Der "Kampf um die Minuten" ist ein leidiges Thema, besonders wenn es um vermeidbare VerspÀtungen geht.
Unsere Möglichkeiten bewegen sich da auch nur im Rahmen weniger Minuten.
Wenn man 20 oder mehr Minuten verspĂ€tet ist, kĂ€mpft man bei derart kurzen FlĂŒgen meist auf velorenem Posten.
Es gibt so Tage wo scheinbar gar nichts geht. Man startet zum ersten Flug mit 10 Minuten VerspÀtung, kommt dann am Ziel in den Verkehr, landet dann mit 20 min VerspÀtung. Dann klappt es mit der Abfertigung nicht, es fehlen Passagiere etc.
Dann verpaĂt man den Slot, bekommt einen noch ungĂŒnstigeren und schon ist man bei 40 und mehr Minuten.
Die Kunst dabei ist, (so Àrgerlich es auch manchmal ist) sich nicht aufzuregen und es einfach geschehen zu lassen, denn Einfluà hat man ohnehin keinen.
Konsequenzen hat das fĂŒr die Piloten keine, auĂer daĂ wenn man zu spĂ€t nach Hause kommt es mit der Ruhezeit fĂŒr den nĂ€chsten Tag eng werden kann. Da muĂ dann die Crewplanung ran und den Dienstplan entsprechend umstellen.
Es werden aber im System per "Delay-Codes", die Ursachen der VerspÀtung festgehalten (z.b. GepÀckbeladung, Slot-Restriktion etc) und die Quality-Management-Abteilung darf sich Gedanken machen, wo es Ansatzpunkte gibt, VerspÀtungen in Zukunft zu vermeiden.
Aber es gibt auch Tage wo alles wie am SchnĂŒrchen lĂ€uft und man sogar an jedem Zielort zu frĂŒh ankommt.....
