
Druckkabine
Der Luftdruck in der Reiseflughöhe von etwa 10.000 Meter ist zu dünn für einen Menschen. Deshalb besteht der gesamte Innenraum aus einer hermetisch geschlossenen Druckkabine. Zweck ist es den Luftdruck im Innenraum höher zu halten als außen. Der Luftdruck im Flugzeug wird gleichmäßig gehalten und es findet ein regelmäßiger Luftaustausch statt.
Allerdings entspricht der Luftdruck in der Kabine nicht dem auf der Erde, vielmehr wird nach dem Start der Luftdruck langsam abgesenkt. Der Luftdruck im inneren entspricht bei einer Reiseflughöhe von rund 10.000 Meter, dem auf einen 2.000 Meter hohen Berg. Die Absenkung des Kabinendruckes führt dazu dass der Flugzeugrumpf auch deutlich weniger Druckkräfte aushalten muss.
Zur dauernden Belüftung im Reiseflug wird zu einem Teil Außenluft (ca. -56°C)und zu einem anderen Teil Triebwerksluft* (ca. 200°C) verwendet.
Diese beiden Luftströme werden in den Klimaanlagen aufbereitet und in Mischkammern anteilig gemischt um die gewünschte Kabinentemperatur zu erreichen. Das Absinken ist Luftfeuchtigkeit ist technisch bedingt, weil der Luft in der Aufbereitung die Feuchtigkeit entzogen wird. Das in der Luft enthaltene Wasser wird, wie übrigens in Gebäuden auch, mit einem Wasserabscheider aus dem Luftstrom getrennt um es auf der einen Seite nicht im Flugzeug zu verteilen. Kontinuierliches Wasser auf Metallflächen bedeutet immer Korrosion und das will man weitgehend vermeiden. Auf der anderen Seite wird das Wasser wieder zur Kühlung der Klimaanlagen genutzt.
Das hat zur Folge dass die Luftfeuchtigkeit in der Kabine sinkt und nach einiger Zeit nur noch rund 10% beträgt. Das ist auch der Grund wieso man, besonders bei längeren Flügen, viel Flüssigkeit zu sich nehmen soll.
Zur Belüftung am Boden, so lange die Triebwerke nicht laufen, steht eine Hilfsturbine, üblicherweise im Heck der Maschine, zur Verfügung. Diese Hilfsturbine liefert Strom und Druckluft u.a. zum Betreiben der Klimaanlagen und wird auch zum Starten der Triebwerke verwendet. Beim Anlassen der Triebwerke lässt die Belüftung aus den Luftschächten der Kabinendecke sehr nach. So bald die Triebwerke laufen, werden die Klimaanlagen auf die Triebwerksluft umgeschaltet und volle Belüftung aus der Decke steht wieder zur Verfügung.
*Bei der Triebwerksluft handelt es sich um Luft aus den Kompressorstufen. Die Temperatur von ca. 200°C wird hier nur durch Kompression der von vorne ins Triebwerk einströmenden Luft erreicht. In diesen Kompressorstufen findet noch keine Verbrennung statt, eine Vergiftungsgefahr besteht also nicht."
Autopilot
Der Autopilot ist eine automatische Flugzeugsteuerrung. Er wird vom Piloten ein- und ausgeschaltet.
Vor Flugbeginn wird die Flugstrecke und Flughöhe programmiert. Nach Erreichen einer bestimmten Flughöhe wird dann der Autopilot eingeschaltet. Der Autopilot fliegt nun die programmierte Strecke ab. Der Pilot kann sich nun durch diese Entlastung besser um die Überwachung des Flugraumes und um das Flugzeug kümmern. Bei der Landephase kann sich so der Pilot auch wieder voll auf seine Arbeit konzentrieren. Jederzeit kann der Autopilot ausgeschaltet werden um das Flugzeug manuell zu steuern. Der Autopilot empfängt laufend Signale der verschiedenen Sensoren und erteilt daraufhin die nötigen Steuerimpulse an die Steuerung. Er sorgt auch bei turbulentem Wetter für eine dauernde gleichmäßige Justierung des gesamten Flugzeuges.
Höhe/Geschwindigkeit
Die Flughöhe im Reiseflug beträgt rund 10.000 Meter. Bei kürzeren Flügen wird diese Reiseflughöhe allenfalls nur kurz erreicht. Die Fluggeschwindigkeit bei einem Langstreckenflug beträgt rund 900 Km/h. Allerdings gilt es in der Luftfahrt zwischen den verschiedenen Arten der Geschwindigkeit unterscheiden. Weiterführender Link hierzu: http://de.wikipedia.org/wiki/Fluggeschwindigkeit
Text: Treffpunkt Flugangst
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