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verspatung und geldruckforderungen

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Norbert
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verspatung und geldruckforderungen

Ungelesener Beitrag von Norbert » Samstag 24. Oktober 2015, 01:35

Hallo an alle User,

ich bitte diesmal weniger die Fachleute sonder den Pasagier um seine Stimme.

Um das wichtigste vorweg zu nehmen ich finde es nicht korrekt Geld bei Verspätungen zurückzufordern.

Meine Begründung: ich habe schon Verspätungen zur genüge erlebt. Einmal schlappe 30 Stunden. Doch wodurch kommen Verspätungen am heufigsten zustande, durch uns Passagiere, durch Wetter, durch Technische Probleme. All das sind Dinge die man der Airline nicht anlasten kann. Aber die Airline tut alles um uns die Wartezeit so angenehm wie möglich zu machen, bis hin zur Einquartierung in erstklassige Hotels.

Auch wenn man das Recht hat laut Gesetz finde ich das nicht gut. Jetzt wird damit auch noch richtig Geld geschäffelt, Werbung im Fernsehen bis zu 3 Jahren rückwirkend.

Bitte gebt auch Ihr eure Meinung bekannt.

Grüße
Norbert

First Officer
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Re: verspatung und geldruckforderungen

Ungelesener Beitrag von First Officer » Samstag 24. Oktober 2015, 05:14

Naja, "die Airline tut alles" ist schon sehr von der Airline abhängig.

Bei bestimmten Airlines würde ich es rein aus Prinzip zurückfordern. Condor zum Beispiel. So eine Flottenplanung (streng am Maximum, fast keine Reserven für Ausfälle) darf nicht belohnt werden.

Wenn ich bei der AB Business über die EY-Website gebucht hätte (und Etihad-Standard erwarte) und dann als Geschäftsmann in nem All-Eco-A330-Malleshuttle lande und am nächsten Tag ein Meeting habe, wäre ich auch nicht begeistert, gelinde gesagt.

Norbert
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Re: verspatung und geldruckforderungen

Ungelesener Beitrag von Norbert » Samstag 24. Oktober 2015, 14:14

Hallo,

wir sind alte Condor Kunden, Condor liebt scheinbar Verspätungen, bei her 6 Stunden Verspätung haben wir an einem Leeren Gate Essen und Getränke aus dem Trolly Selbstbedinung beckommen. Sogar eine Möglichkeit zum Rauchen gab es. Bei her 9 Stunden Verspätung das selbe plus Gutscheine zum Essen gehen. Bei der 30 Stunden Verspätung wurden wir mit vollpansion im Steigenberger untergebracht.

Aber wo Du recht hast wen ich BC gebucht und bezahlt habe und dann ECO Fliegen soll wäre ich Stink sauer. Und nicht nur wenn ich zum Meeting Fliege.

Grüße
Norbert

Kathrin
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Re: verspatung und geldruckforderungen

Ungelesener Beitrag von Kathrin » Sonntag 25. Oktober 2015, 13:55

Wenn ich bei der AB Business über die EY-Website gebucht hätte (und Etihad-Standard erwarte) und dann als Geschäftsmann in nem All-Eco-A330-Malleshuttle lande und am nächsten Tag ein Meeting habe, wäre ich auch nicht begeistert, gelinde gesagt.
Das sind Ausnahmen auf Grund von kurzfristigen Wechseln gewesen. Die Gäste sind monetär großzügig entschädigt worden. Sollte nicht als Standard dargestellt werden.

First Officer
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Re: verspatung und geldruckforderungen

Ungelesener Beitrag von First Officer » Sonntag 25. Oktober 2015, 17:49

Sorry, sollte auch nicht so rüberkommen.

Auch wenn ich es euch persönlich nicht übel genommen habe, schließlich steigert ihr dadurch perspektivisch meine Chance auf eine erneute Gewinnbeteiligung. :D :P

Norbert
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Re: verspatung und geldruckforderungen

Ungelesener Beitrag von Norbert » Sonntag 25. Oktober 2015, 22:49

Hallo Leute,

Wenn ich auch gerne mit euch schreibe, doch wolle ich gerne die stimme des normalen Pasagieres hören.

Wenn ich ein Ticket für einen Flug Kaufe, buche ich damit eine Leistung die den Betrag X wert ist. Bei einer Moderaten Verspätung wird der Betrag X je nicht kleiner nur eril die Leistung etwas später erbracht wurde. Bei einer Grosseren Verspätung wird der Betrag X eher größer als kleiner. Die Leistung bleibt immer die selbe.

Dazu muss doch jeder eine Meinung haben, oder!

Grüße
Norbert

Kathrin
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Re: verspatung und geldruckforderungen

Ungelesener Beitrag von Kathrin » Sonntag 25. Oktober 2015, 23:06

Komm, First Officer, wir gehen einen Flugzeugkaffee trinken. Der Norbert möchte, dass wir endlich mal in einem Threat die Klappe halten :lol:

Roichi
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Re: verspatung und geldruckforderungen

Ungelesener Beitrag von Roichi » Sonntag 25. Oktober 2015, 23:08

@ Norbert

Dein Beispiel funktioniert aber nur, wenn dir der Faktor Zeit egal ist.
Ansonsten ist Leistung immernoch Arbeit pro Zeit und wenn die Zeit größer wird, sinkt die Leistung. Bis zu dem Punkt, wo sich die Arbeit in Luft auflöst.

Insofern ist es wichtig, dass die Airlines verpflichtet sind ihren Job ordentlich zu machen. Auch monetär. Sonst wird sich nämlich mit abenteuerlichen Ausreden beholfen und die Leute, für die eben Zeit auch ein Faktor ist, haben das Nachsehen.
Dipl.-Ing. Luft- und Raumfahrttechnik

Norbert
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Re: verspatung und geldruckforderungen

Ungelesener Beitrag von Norbert » Montag 26. Oktober 2015, 00:39

Hallo Roichi,

in einem gebe ich dir recht, die Airlins müssen ihr möglichst es geben, doch manchmal reicht halt auch das beste nicht aus.

Vor allem warum wird ihr mit zweierlei mas gemessen. Wenn in Hamburg zwei schneeflocken auf eine Weiche fallen steht in München der betrieb still. Wenn ich auf dem weg zum Meeting in den Täglichen Stau auf der A99 fahre dann kann ich auch keinen dafür verantwortlich machen.

Wenn ich Geschäftlich von A nach B möchte muss ich zwingend einbeziehen welche Verkehrsmittel nutze ich und welche Verzögerungen plane ich ein. Über die Autobahn habe ich ca. 130 km zum Flughafen doch muss ich dazu die gesamte A99 und den schlimmsten teil der A9 fahren. Wenn ich mich da um 08:00 oder Ab 16:00 erwischen lasse brauch ich mich nicht wundern wenn ich zuspat komme. Das Optimum ist nun eher selten anzutreffen. Tut mir Leid meine Persönliche Planung darf ich keinem anderen aufburden. Keiner Airline, keiner DB und auch nicht dem Verkehrssender.

Grüße
Norbert

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Re: verspatung und geldruckforderungen

Ungelesener Beitrag von First Officer » Montag 26. Oktober 2015, 10:52

Also meines Wissens nach könntest du bei Verspätungen wegen Wetter eh nichts zurückfordern, da das ja als höhere Gewalt zählt. Aber ich bin da auch kein Experte auf dem Gebiet, muss mich ja eigentlich nicht damit auseinandersetzen. :)

Norbert
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Re: verspatung und geldruckforderungen

Ungelesener Beitrag von Norbert » Montag 26. Oktober 2015, 12:48

Hallo Gemeinde,

ich bin da schon entteuscht, das ist doch ein Team das jeden trift und somit sollte da jeder eine Meinung dazu haben doch es melden sich nur die Fachleute.

Euch kann ich noch weniger verstehen. Alle Welt schreit nach Sicherheit und noch mehr Sicherheit. Ich kann mir nicht vorstellen das ein Flieger Verspätung beckommt weil der Pilot verschlafen hat. Noch viel weniger weil einer der Flugbegleiter noch im Bett liegt. :?
Ich habe mir sagen lassen das der Lowenanteil von uns Pasagieren verursacht wird in dem ein Fluggast Gepäck aufgibt aber am Gate nicht erscheint. Gepäck muss wieder raus und verpasst dadurch seinen Slot.
Auch sonst, Technische Probleme, will jemand in einem Defekten Flieger sitzen. Reserveflieger :?: so ein Teil kostet ja fast nix, da können doch nicht auf jedem Flugplatz ein paar in rumstehen :!:
Welcher Grund auch immer, zugrunde liegen doch immer Sicherheitsmechanismen.

Die Gestzliche Grundlage ist in soweit ok dar wie Roichi schreibt die Airlines orbentlich ihre Arbeit machen. Doch jetzt gibt es diese Gesellschaft welche bis zu zwei oder drei Jahre Rückwirkend Geld zuruckfordert. Jede Einzelperson wird sich gründlich überlegen ob er gegen eine Airline vor Gericht zieht.
Mit diesem Damoklesschwert wird sich jede Airline insbesondere die kleineren überlegen bei kleineten Problem eine Verspätung zu riskieren. Oder man Startet oder landet doch bei kritischen Wettersituationen, da sonst ggf. Drakonische Ruckforderungen und kosten auf Sie zukommen.
Ich frage euch allen ernstes, wollt Ihr das durch irgend eine Geldmacherei erarbeitete und erkamfte Sicherheiten so billig ausgehebelt werden.

Die Vergangenheit hat doch gezeigt das vermeintlichen kleinigkeiten, mit unter nur der erste Stein des anstosses war und am ende stand ein Riesen Unfall. Wenn eines sicher ist das niemals nur ein Problem zu einem Unfall führt. Sondern ein Problem zur kausalkette fuhren kann. Deshalb ist es doch auch viel besser wenn ein Pilot umdreht wenn EIN Problem auftaucht bevor so eine Kausalkette in Gang kommt.

Wenn auch der Pilot das letzte Wort hat, so wissen wir auch alle das die Airlines im Hintergrund druck aufbauen. Wenn durchsolch eine Fa. der es nicht um den Pasagier geht sondern nur um ihren eigen Profit nur ein einziger Fluggast zu schaden kommt ist das einer zu viel.

Den Versicherung hat und wird man auch in Zukunft nur so übersetzen können, Für Sich Erungen.

Hoffe nun könnt Ihr meine Motivation verstehen, und grusse euch,
Norbert

@First Officer,
somit trift es dich auch, zumindest weirst du fruher oder Später so eine Entscheidung, Umdrehen oder doch weiter fliegen, Landen oder ausweichflughafen, Starten oder abwarten, treffen müssen.

First Officer
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Re: verspatung und geldruckforderungen

Ungelesener Beitrag von First Officer » Montag 26. Oktober 2015, 16:29

Du übersiehst aber einen anderen Aspekt: Es gibt Airlines, die haben einfach eine grottenschlechte AOG-Bilanz.

AOG = Aircraft on Ground = Flugzeug ist müde, Flugzeug will schlafen

Condors 767-Flotte ist dafür notorisch bekannt. Ich will nicht sagen, dass Condor unsicher ist. Keinesfalls. Aber sie bleiben halt einfach an Außenstationen stehen, weil die 767 in die Jahre kommen und zickig werden. Daraus entstehen dann Folgeverspätungen, weil die Umlaufpläne auf der Langstrecke eng auf Kante genäht sind. Man darf Condor einfach nicht dafür (finanziell) belohnen, dass sie es verpasst haben, rechtzeitig Ersatz zu bestellen, und dass sie ihre Flotte so verplanen.

Wenn ich sehe, was bei unserer Technik für ein Aufwand betrieben wird, um möglichst wenig AOGs zu haben und wenn ich unser durchschnittliches Flottenalter anschaue, dann finde ich einfach, dass man bei Condor die Sau (767) durchs Dorf treiben möchte, bis sie an Altersschwäche in Arizona auf einem Flugzeugfriedhof stirbt. Hauptsache Shareholder Value,die Paxe kommen an zweiter Stelle.

Man kann ja mit alten Flugzeugen rumfliegen. Nur bietet sich das eventuell nicht an, wenn ich im Gegensatz zu Legacy-Airlines (LHs 747-400 sind ja auch nicht mehr die jüngsten) nicht an jeder Station eine vollausgestatte Technik am Platz habe.


Man kann als Airline auch sicher sein und pünktlich. Nur müsste man als Airline dafür auch Reserveflieger vorhalten oder an jeder Station eine ausgezeichnete Technik haben.

Norbert
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Re: verspatung und geldruckforderungen

Ungelesener Beitrag von Norbert » Montag 26. Oktober 2015, 17:22

Hallo First Officer,

aber da sind wir doch genau da was Roichi geschrieben hat. Ja mit Condor hab ich mir schon diverse Stunden den Hintern Platz gesessen, doch haben die mich nicht verhungern lassen, und auch kein Feldbett am Flughafen aufgestelld. Und als Urlauber ist es doch nicht wichtig ob ich ein paar Stunden früher oder später am urlaubsort ankomme.

Ja OK besonders neu sind die Kisten nicht mehr, aber Arisona ruft noch nicht, Roichi hat auch erzählt dar die 767 Flotte mit Airbus ersetzt werden soll, hab vergessen welcher. Weiß auch nicht wann die erste geliefert wird.

Als ich noch beruflich Wöchentlich mit der LH München Köln München geflogen bin, wurde damals Stündlich geflogen, hab ich nicht selten auf den Fleiger eine Stunde später nehmen mussen, die haben zwischen drin einfach einen Flug ausfallen lassen. Ganz ehrlich ich hatte damals den Eindruck die sind nicht geflogen weil es zu wenige Pasagiere waren. Dass ist nicht in Ordnung. In Köln bei schönem Wetter im Sommer mit Kaffee und Zeitung auf der Aussivhtsplattform ist ja ok. Sonst ......

Grüße
Norbert

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Re: verspatung und geldruckforderungen

Ungelesener Beitrag von First Officer » Montag 26. Oktober 2015, 18:44

Und als Urlauber ist es doch nicht wichtig ob ich ein paar Stunden früher oder später am urlaubsort ankomme.
Das mag deine persönliche Ansicht sein, aber Condor macht auch Einzelplatzverkauf und die vertraglich festgelegte Leistung bleibt nun einmal genau diese. Condor nimmt die Verspätungen willentlich in Kauf, um weniger Geld ausgeben zu müssen. Dabei können sie aber oft nicht die vertraglich vereinbarte Leistung erbringen.

Wenn man damit als Pax leben kann, dann sei dem so. Ich kann es aber nicht befürworten, für andere Paxe eine moralische Maxime aufstellen zu wollen.

Norbert
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Re: verspatung und geldruckforderungen

Ungelesener Beitrag von Norbert » Montag 26. Oktober 2015, 19:28

Hallo zusammen,

da sich wohl außer euch Fachleuten sonst niemand beteiligen will, wurde ich das schon gerne Ausdiskutiert haben.

Mal ganz weg von Airline Namen. Wann ist eine Entschädigung eurer Meinung nach gerechtfertigt und wann nicht.

Für uns Pasagiere ist so was ja kaum nachzuvolziehen. Bei der 30h Verspätung wurde uns erklärt das der Flieger von Cankun kommt, konnte nicht Starten da in Frankfurt zu derzeit kaos herschte wegen Schnfall, bekam keine Starterlaubnis, als diese dan endlich vorlag konnte man wegen Sturm und Gewitter in Cankun nicht Starten.
-In Frankfurt waren wir ja selber auch die Maschiene mit der wir von München nach Frankfurt flogen hatte Zwei Stunden Verspätung. Aß ganze Hort sich schlüssig an, muss man glauben.

Bei der 9h Verspätung wurde der Flieger von einem Kateringfahrzeug gerammt, uns wurde gesagt das der Flieger zuerst untersucht werden muss bevor er nach Frankfurt fliegen kann. Auch das muss man so hinnehmen.

Grüße
Norbert

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