Was passiert, wenn das Fahrwerk eines Flugzeugs nicht ausfährt?

Es kommt selten vor, dass ein Pilot beim Landeanflug ein Fahrwerkteil oder das ganze Fahrwerk nicht ausfahren kann. Das erschwert den Landevorgang, die Risiken für die Besatzung und die Passagiere halten sich jedoch in Grenzen. In der Regel schaffen es die meisten Piloten aber trotz dieser Einschränkung, vergleichsweise weich aufzusetzen und den Schaden gering zu halten. Um das Gewicht des Flugzeuges bei einer solchen Landung zu reduzieren, wird so viel Kerosin in einer Warteschleife verflogen, bis nur noch die wirklich benötigte Menge bis zur Landung an Bord ist.

In der Zwischenzeit können sich auf dem Flughafen die Rettungskräfte vorbereiten. Früher sprühte die Feuerwehr Schaumteppiche auf die Landebahn, diese sollten Funkenflug und Brände verhindern. In den letzten Jahren ist die Verwendung des Schaumes zurückgegangen, in einigen Staaten ist sie sogar verboten.

Dass ein Pilot das Ausfahren des Fahrwerkes vergisst, ist zumindest bei großen Passagierflugzeugen nicht möglich: Erstens zeigen drei grüne Leuchten an, ob das Fahrwerk bereits ausgefahren ist. Zweitens verfügen moderne Flugzeuge über das Bodenannäherungswarngerät: Dieses Warnsystem gibt folgenden Audioalarm, wenn sich eine Maschine mit eingefahrenem Fahrwerk dem Boden nähert: „TO LOW, GEAR! TO LOW, GEAR“!

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